Grundlagen

Browser

Jedem dürfte noch der wehleidige Browserkrieg in den Ohren liegen, wo jeder seinen eigenen Browser favorisierte - einen (historischen Rückblick haben wir im Anhang in Kapitel 7.2 zusammengestellt). Damals gab es nicht wirklich triftige Argumente für oder gegen einen Mitbewerber. Nun scheint es so, dass der alte Kaffee erneut angewärmt wird, doch so ist es nicht. Dank fest definierten Regelwerken gibt es nur einen Maßstab für einen guten Browser: Entweder dieser kann die Standards korrekt umsetzen oder eben nicht. Doch die heutigen Browsergenerationen halten sich nicht vollständig an die Regeln, was zwangsläufig immer noch zu Darstellungsunterschieden führt.

Dazu ein einfaches - aber folgenschweres - Beispiel: Das Regelwerk des W3C für HTML und XHTML sagt aus, dass ein "padding" (innerer Abstand des Inhaltes zum Container, z.B. der Text innerhalb eines Paragraphen) und "margin" (äußerer Abstand vom Container) außerhalb des Innenelementes (hier im Beispiel der Text zum Paragraphen) liegen. Mozilla interpretiert dies richtig, der Internet Explorer 6 nicht, was zwangsläufig dazu führt, dass beide Browser unterschiedliche Darstellungen liefern.

Doch auch nicht alle Regeln sind logisch. Setzt der Programmierer in einem Paragraphen ein padding von 2px und einen margin von 5px, so ist ein Element von einer festen Breite von 100% genau 100% + 4px (für beide paddings, links und rechts) + 10 px für die margins breit. Printdesigner und Layouter werden sich hier die Haare raufen. Dies sollte dennoch niemanden davon abhalten, sich an die Standards zu halten, denn gerade bei behindertengerechten Websites steht nicht das Design, sondern die Nutzbarkeit im Vordergrund. Gute Websites zeichnen sich dadurch aus, wenn beides Berücksichtigung gefunden hat.

Hier eine Liste der aktuellen Browser, die mehr oder weniger die erforderlichen Techniken unterstützen: